Es Gau(c)kelt in Deutschland. Zum Guten -oder zum Schlechten?
Der Kandidat für die Amtsnachfolge von Bundespräsident a. D. Wulff steht fest.
Joachim Gauck. Ehemaliger Bürgerrechtler in der EX-DDR und Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Von -fast- allen Seiten und Medien entstand ein regelrechter Hype um Gauck, seit er als Kandidat benannt wurde. Als »Bürgerrechtler mit der blütenreinen weißen Weste«, gar eines neuen »Messias« gleich wird er angepriesen.
Zumindest für die größten Teile der Abgeordneten von CDU/CSU, FDP und SPD ist er der Kandidat.
Für die LINKE und DIE GRÜNEN nicht so ganz.
Auch im Netz machen sich zunehmend mehr Stimmen gegen Gauck breit. Für viele war Gauck 2010 zwar der bessere Kandidat gegenüber Wulff, es gibt jedoch Äußerungen von Gauck, die nicht zu einem Bürgerrechtler passen wollen.
Zum Einen kritisierte er die Occupy-Bewegung. Sie sei »unsäglich albern«.
Immerhin gingen und gehen Millionen Menschen gegen die wildgewordene »Zockerei und Spekulationen« auf die Straße, um auf diese Fehlentwicklungen des »entfesselten Kapitalismus« aufmerksam zu machen und sich dagegen zu wehren. Dies als »albern« zu bezeichnen ist Kleingeistig.
Zum Anderen sagte er zur Umsetzung der Agenda 2010 (Hartz-IV) durch Alt-Kanzler Schröder und dem vorbestraften Peter Hartz, »…solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder.«. Durch diese Agenda 2010 sind Millionen Ex-Arbeitnehmerinnen unverschuldet in Armut gekommen und das Lohndumping wurde erst durch die Agenda ermöglicht. Ebenso wie die Aufweichung von Arbeitnehmerrechten -welche zum Teil in den Wirtschaftswunderjahren der 50er-70er hart erkämpft wurden. Diese enormen Einschnitte sind zu Einseitig, da die Reichen und Superreichen wie auch die Finanzmärkte ungeschoren davon gekommen sind.
Gauck äußerte sich auch zur Vorratsdatenspeicherung, zwar differenziert, sprach sich aber doch dafür aus: »Sie müssen wissen, dass etwa die Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht der Beginn eines Spitzelstaates ist.« Was denn sonst, Herr Gauck?
Wenn Gauck diesen Äußerungen heute noch zuspricht, stellt sich zu Recht die Frage, ob er als Bundespräsident wirklich die geeignete Person ist. Dies ist auch der Fall, sei Gauck zu eng am Dunstkreis des »Freundes-Netzwerkes« von Christian Wulff, z.B. dem nicht unumstrittenen AWD-Gründer Maschmeyer.
Sollte Gauck, wie es bis jetzt den Anschein hat, die kleinen und geringen Einkommen mit den vielen Schicksalen der Betroffenen, weiterhin unberücksichtigt lassen, stimmt er einer Durch- und Fortführung der menschenunwürdigen Behandlung durch Politik und der Finanzmärkte kritiklos und einseitig zu.
Es gibt auch einige offene Fragen bezüglich seiner Tätigkeit als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Viele erachten es kritisch, dass gerade unter Gauck in dieser Behörde jahrelang Ex-Stasi-Mitarbeiter genau jene Akten verwalteten, auf die sie eigentlich keinen Zugriff mehr haben sollten um eine weitestgehende Aufklärung zu gewährleisten. Zudem gibt es ein so genanntes »Terpe-Dossier« dessen Fragen bis heute 1. unbeantwortet blieben 2. dies gänzlich aus dem Netz verschwunden ist. Hierin ging es um eine mögliche Tätigkeit Gauck’s als »IM-Larve« für die Staatssicherheit der DDR. Auch die Veröffentlichung von Welt.de am 23. April 1991 ist online nicht mehr verfügbar. Zitat aus Wikipedia hierzu:
Stasi-Hauptmann Terpe suchte nach dem Kirchentag Gauck zu einem längeren Gespräch auf, worüber der sich angeblich „angenehm überrascht“ zeigte. Terpe notierte anschließend, dieses Gespräch werde Gauck dazu veranlassen, „seine Haltung zum MfS zu überdenken“. Im November 1988 beschloss die Stasi die Einstellung des Operativen Vorgangs gegen Gauck („Larve“): „Im Rahmen der Vorgangsbearbeitung wurde ein maßgeblicher Beitrag zur Disziplinierung von Larve erreicht. Aufgrund des Bearbeitungsstandes kann eingeschätzt werden, dass von ihm derzeit keine Aktivitäten ausgehen werden, die eine weitere Bearbeitung im OV erforderlich machen.
Gaucks eigene Aussagen zu seinem damaligen Verhältnis zu den staatlichen Organen der DDR und speziell zum MfS wurden im Jahr 2000 von Peter-Michael Diestel, dem letzten DDR-Innenminister im Kabinett de Maizière, in Frage gestellt. Diestel brachte in die Debatte eidesstattliche Erklärungen ehemaliger MfS- und SED-Funktionäre ein, wonach Gauck ein Begünstigter des DDR-Regimes gewesen sei. In der Folge kam es zu juristischen Auseinandersetzungen, die jedoch mit einer gütlichen Einigung vor dem Oberlandesgericht beendet wurden.
Letztlich braucht unsere Gesellschaft keinen Bundespräsidenten, der ihr was vorGau(c)kelt!
Die Stärke einer Gesellschaft muss sich mit dem Umgang der Schwächeren messen lassen!
Weitere Seiten, welche die Kandidatur Gauck’s-entgegen dem Mainstream- zu Recht kritisch sehen:
Kandidat der Herzen? Ein Theologe der Herzlosigkeit
Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck: Eine unglückliche Entscheidung für Menschen in Armut
Nicht mein Präsident. Gute Gründe gegen Gauck
Bildquelle © Britta Pedersen /dpa






1 Kommentar
Angelica
24. April 2012 von 17:12 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Treffender gehts nicht. Das ist der traurige Zustand unrseer Republik. Noch treffenderdas Bild als Kommentar. Same shit different asshole. Es ist kaum zu glauben. Und densoll man bei diesem Grauen nicht verlieren.