In einem Exklusivinterview der »Financial Times Deutschland« fordert einer der renommiertesten Wirtschaftswissenschaftler ein Ende »des Imperialismus der Ökonomen« ,welcher u.a. auch zur Finanzkrise geführt hat, und geht hart mit seinen alten Überzeugungen und seiner Zunft ins Gericht.
Thomas Straubhaar argumentiert: »Es gibt ökonomische Ideen und Glaubenssätze, die ich zu lange akzeptiert habe, obwohl sie mit der Empirie nicht übereinstimmten. Das will ich nicht mehr, sondern kritisieren, was falsch läuft.«
Und: »Es ist unstrittig, dass die Deregulierung, die in der Reagan-Zeit angefangen hat, zu weit gegangen ist. Dass mehr Ineffizienzen durch Marktversagen erzeugt wurde und mittlerweile mehr Kosten als Gewinne durch Abbau von Regeln entstehen …«
Weiter äußert sich Straubhaar mit Blickrichtung auf seine Zunft, vor allem auch auf die deutschen Kollegen »Solche Leute spüren keine Verantwortung«.






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